

Der Klee ist wohl die bekannteste und beliebteste aller Glücksbringer. Der Klee mag es hell und kühl (am besten an einem Nordfenster), reagiert aber empfindlich auf direkte Sonne. Er sollte reichlich gegossen werden, sodass die Erde stets feucht gehalten wird, allerdings sollte sich keine Staunässe bilden. Über den Winter eignet sich der Klee perfekt als Zimmerpflanze, sobald es aber wärmer wird und es keinen Frost mehr zu erwarten gilt, sollte man es nach draussen in den Garten setzen, wo es im Sommer an einem geschützten Platz einem mit weiss bis rosafarbene Blüten danken wird. Das aus Mexiko stammende Gewächs soll übrigens laut weit verbreitetem Glauben als Glücksbringer das Böse fernhalten und Glück im Spiel bringen.
Auch die Azalee wird als Glücksbringer verschenkt. Wie der Klee bevorzugt sie einen kühlen Raum und die Erde sollte ebenso stets feucht gehalten werden. Azaleen stehen meist in herrlicher Blüte, wenn sie verschenkt werden. Das Abgeblühte sollte danach allerdings ständig entfernt werden, um den sich neu bildenden Knospen Platz zum Entfalten zu schaffen. Ist die Pflanze erst einmal abgeblüht, werfen viele sie auf den Kompost. Doch halt! Im Frühjahr kann man die Azalee gleich samt Topf in die Erde eingraben. Bis zum Herbst regelmässig gegossen, besprüht und gedüngt stellt man diese dann wieder ins Haus, wo sie dann nach einiger Zeit wieder für neue prächtige Blüten sorgt.
Als Glücksbringer immer beliebter werden Indoor-Bonsais aller Art. Doch die Pflege erweist sich aufgrund der hohen Anforderungen des Bonsais im Normalhaushalt als recht schwierig. Es ist schon eine wahre Kunst, einen Bonsai richtig zu pflegen. Daher empfiehlt sich für Anfänger eher eine einfache Gattung des Bonsais, der kleinblättrige Ficus. Der Bonsai – das Glücksbäumchen der Chinesen - liebt es, verwöhnt zu werden. Regelmässige Duschen mit frischem aber nicht zu kaltem Wasser aus der Sprühflasche lassen die Blätter in neuem Glanz erstrahlen. Einmal wöchentlich das Bäumchen samt Topf in eine Schüssel mit Wasser getaucht (solange bis keine Bläschen mehr aufsteigen) sorgt dafür, dass man möglichst lange Freude an ihm hat. Bonsais wachsen sehr langsam, daher ist es auch wichtig, Geduld mit ihm zu haben. Eventuell rasch austreibende Äste sind energieraubende Wassertriebe und sollten mit einer Schere entfernt werden. Ein Bonsai gilt nicht nur als Glücksbringer, er soll auch für Harmonie im Haus sorgen.
Viele Glücksmoosbesitzer wissen über die Pflege der Pflanze nicht Bescheid und daher landen die zu Silvester verschenkten Pflanzen häufig spätestens Anfang Februar am Kompost, weil sie komplett verdorrt sind. Doch das muss nicht sein. Das Glücksmoos stammt aus den tropischen Regenwäldern und bevorzugt Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit wie z.B. das Badezimmer. Um diese hohe Luftfeuchtigkeit ausreichend zu gewähren, sollte man das Moos entweder täglich besprühen oder aber in einen Flaschengarten pflanzen. Keinesfalls aber sollte die Erde austrocknen. Zudem brauchen sie viel Licht. Direkte Sonneneinstrahlung bekommt ihnen jedoch vor allem im Sommer nicht gut. Die schwache Wintersonne macht aber nichts.
Zu den wohl unkompliziertesten aller zu Silvester verschenkten grünen Glücksbringer gehört der Bambus. Einzelne Bambuszweige werden häufig nur in kleinen mit etwas Wasser gefüllten Plastikhüllen verschenkt. Am besten stellt man diese in eine Vase mit Steinen dekoriert. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern bringt zudem eben auch noch Glück. Das Wasser muss nicht gewechselt werden, es reicht völlig aus, bei Gelegenheit etwas frisches Wasser nachzufüllen. Auch in Erde, Hydrokultur oder Seramis macht sich der Bambus gut und braucht wenig Pflege. Grundsätzlich heisst es, dass man den Bambus an einen schattigen bis halbschattigen Ort stellen soll, doch auch sonnige Plätzchen tun dem Bambus nichts Schlechtes – im Gegenteil, durch das Licht wächst der Glücksbringer deutlich schneller. Bei Temperaturen unter 18 Grad Celsius lässt das Wachstum des Bambus allerdings deutlich nach.
Für das Glück selbst gibt es leider keine Tipps, beherzt man jedoch all die Pflegetipps für die Pflanzen, so sind einem zumindest prächtige Glücksbringer auch im neuen Jahr gewiss.
Text: Lisa Roth