
Vor allem, wenn das Haus an einer vielbefahrenen Strasse liegt, dient der Vorgarten mehr oder weniger als Aushängeschild. Ein offensichtlich liebevoll gepflegter Garten lässt auf geordnete Familienverhältnisse sowie Zuverlässigkeit und Liebe für das Schöne schliessen. Gästen bietet er den ersten Eindruck vom gesamten Haus und seinen Bewohnern. Nicht nur wenn man ein Geschäft betreibt oder sich stetig in der lokalen Gesellschaft bewegt, sind solcherlei «Nebensächlichkeiten» wie der Schmuck eines Hauses nicht unwichtig. Denn: Für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance.
Bei der Pflanzung der verschiedenen Blumensorten, Sträucher und Bäume lohnt es sich, sich schlau zu machen, wann welche Sorte blüht, damit übers ganze Jahr hinweg immer zumindest eine Pflanzensorte in der Blüte steht und das Auge des Betrachters damit erfreuen kann. Zudem sollte man beim Setzen die verschiedenen Höhen der Pflanzen beachten, damit keine kleine Pflanze von grossen Pflanzen verdeckt wird. Mit dem Einsetzen von Bäumen sollte man – vor allem bei kleinen Vorgärten – lieber etwas sparen. Einer oder zwei kleinwüchsige Bäume als Mittelpunkt werden vollends reichen. Eine schöne Pflasterung und den Vorgarten mit Steinen abgrenzender Rand werden die kleine grüne Oase vor dem Haus zudem um ein Vielfaches aufwerten.
Beim Setzen von Sträuchern und Bäumen vor allem an Ausfahrten tut man gut dran, auf deren Höhe und Position zu achten, um sich nicht den Blick auf die Strasse (beim Reversieren) zu versperren. Sträucher und Bäume sollte man zudem immer wieder zurückschneiden, damit sie nicht verwuchern und damit dem gepflegten Charakter des Gartens schaden. Hat man noch ein wenig Platz, so macht sich bestimmt ein schönes – vielleicht schmiedeeisernes - Bänkchen als Zierde sehr hübsch. Liebt man es romantisch, so kann man sich mit Kletterpflanzen an Spalieren oder Holzbögen ein märchenhaftes Ambiente im Vorgarten schaffen. Vor allem bei schadhafter, alter Fassade oder Backsteinbauten machen sich derlei grüne Verschönerer immens gut. Vorsichtig sollte man allerdings bei schöner, neuer Fassade sein, damit die Kletterpflanzen diese nicht ruinieren.
Narzissen blühen jedes Jahr wieder, wenn man die grünen Stengel und Blätter der hübschen Frühlingsboten nach deren Abblühen «einziehen» lässt, also nicht abschneidet, sondern so lässt bis diese völlig verdorrt sind.
Für vielbeschäftigte oder bequeme Gartenliebhaber empfiehlt es sich, sich für winterharte Blumen und Pflanzen zu entscheiden, die aufgrund ihrer Winterbeständigkeit weniger Arbeit bedürfen (man muss sie nicht ausgraben, etc.) und ohne viel Aufwand jedes Jahr wieder von Neuem gedeihen und blühen.
Unkraut zwischen den Pflastersteinen bekommt man übrigens mit kochendem Salzwasser weg. Beim Pflanzen von Blumenzwiebeln (Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, etc.) sollte man darauf achten, diese doppelt so tief wie ihren Durchmesser einzupflanzen. Ist die Zwiebel also 5 cm dick, so setzt man sie in 10 cm Tiefe ein.
Einmal schlau angelegt, hat man nicht mehr viel Arbeit, aber jeden Tag erneut grosse Freude mit seinem Ziergarten. Er begrüsst einen freundlich beim Heimkommen und gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Wie sagte auch schon Goethe: «Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.»
Text: Manou Rade