Ein Fleckchen im Grünen - Terrassen- und Sitzplatzgestaltung

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Ein Fleckchen im Grünen - Terrassen- und Sitzplatzgestaltung

Der Frühling kommt mit grossen Schritten und immer öfter lockt die Sonne uns ins Freie. Ob Garten, Terrasse oder Balkon – bald schon kann man wieder im geliebten Freiluftzimmer Mahlzeiten einnehmen, lauschige Abende verbringen oder mit Freunden feiern. Plastikstuhl und Wachstuchtischdecke allerdings waren gestern. Sitzplätze an der frischen Luft sind heutzutage mehr als nur Zweckeinrichtung, sondern viel eher ein Hort der Entspannung, der auch dem eigenen Geschmack entsprechen sollte.

Der Boden: Holz, Stein, Kies...

Balkone und Terrassen an Mietwohnungen sind häufig mit gefliesten oder betonierten Bodenflächen ausgestattet. Wem das jedoch zu kühl und ungemütlich ist, kann sie mit sogenannten Holzfliesen umgestalten. Diese werden lediglich lose verlegt und können beim Auszug problemfrei wieder entfernt werden. Haus- und Gartenbesitzer haben da etwas mehr Spielraum. Bodenbeläge aus Bangkirai-Holz sind zwar recht kostenintensiv, aber äusserst langlebig und belastbar. Natürlich lässt es sich auch auf einer gepflegten Rasenfläche herrlich relaxen, aber echtes Urlaubsgefühl erzeugt man mit gekiesten Flächen. Damit diese nicht sprichwörtlich «ausufern», müssen sie jedoch fest begrenzt werden. Natursteinplatten versprühen einen ursprünglichen Charme und sind nahezu für die Ewigkeit gemacht, lassen sich aber nicht ohne ein gewisses Know-how verlegen.

Möbel: Sitzen, liegen, ausspannen…

Die Angebote an Outdoor-Möbeln sind so vielseitig wie die jeweiligen Vorlieben und Geschmacksrichtungen. Neben dem Klassiker schlechthin – der guten alten Hollywoodschaukel - kann man in seiner persönlichen Ruhezone aber auch genausogut grosse, feste Bodenkissen aus Stoff, nostalgische Liegestühle, farbenfrohe Sitzsäcke oder luxuriöse Sitzgruppen mit geschwungenen Bänken und Lehnstühlen aufstellen. Sogar Hängematten können trotz fehlender Bäume an Gestellen sicher befestigt werden. Textile Materialien sollte man jedoch imprägnieren können und tunlichst nicht draussen vergessen, wenn Schlechtwetter droht. Auch unwettertaugliche Möbel sehen länger schön aus, wenn man sie regelmässig wachst oder ölt. Kleine Beistelltische zum Klappen oder grössere Modelle für mehrköpfige Runden bieten genug Fläche für Gläser, Bücher, Knabbereien und sonstige Annehmlichkeiten.

Schattenspender: Schirm, Store, Blätterdach

Unverzichtbar im Freien ist selbstverständlich ein gewisser Sonnenschutz. Nicht überall gibt es fest installierte Sonnenstoren, aber ein schöner Sonnenschirm erfüllt schliesslich den gleichen Zweck. Flexibel spannbare Sonnensegel sind ebenfalls eine gute Alternative. Wer Geduld hat, kann sich auch einen natürlichen Schattenspender züchten – es gibt einige schnell wachsende Kletterpflanzen, die – führt man sie an entsprechenden Spalieren entlang – unter ihrem Blätterdach Kühle spenden.

Beleuchtung: Feuer, Fackel, Laternen...

Auch der schönste Sonnentag geht einmal zu Ende – dies ist aber noch lange kein Grund, sein gemütliches Plätzchen im Freien aufzugeben. In Ermangelung von Steckdosen illuminiert man sein Outdoor-Wohnzimmer also mit Fackeln, kerzenbestückten Laternen und Lampions oder – ganz modern – mit solarbetriebenen Lichterketten und Leuchten. Werden die Tage langsam kühler, spendet eine Feuerstelle sanften Schimmer und angenehme Wärme. Aztekenöfchen, metallene Feuerkörbe oder schlichter Brennplatz – die Lagerfeuerromantik bleibt nicht aus.

Stilsicher: Vom Boden bis zur Pflanze

Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber ein bunt zusammengewürfeltes Sammelsurium sorgt selten für eine harmonische, entspannende Atmosphäre. Daher ist es ratsam, sich schon vor der Gestaltung Gedanken über den ungefähren Stil zu machen. Ein Strandkorb wirkt einfach stimmiger auf weiss gelaugten Brettern als auf Terrakottafliesen, bunte Kissenbezüge passen besser zu einem flippigen 70er-Jahre-Flair als zur gediegenen Teakmöblierung. Perfekt wird das ganze, wenn die Pflanzen in unmittelbarer Nähe zum Gesamtbild passen. Mediterrane Kräuter, Sanddorn und Strandhafer oder bunte Blumenmischungen runden so das «Ganz-weit-weg-Gefühl» optimal ab.
 
Text: Claudia Eichhorn