Was tun bei Schneckenbefall?

Bewerte diesen Artikel

 

Was tun bei Schneckenbefall?

Sie sind jedem (Hobby-)Gärtner bekannt, aber selten beliebt: die Schnecken, besonders die gefrässigen Nacktschnecken. Keine Salatpflanze und keine Blume oder Staude ist vor ihnen sicher, wobei dieses Problem sowohl den Nutz- als auch den Ziergarten betrifft. Um den unliebsamen «Schleimern» den Garaus zu machen, scheuen Gartenbesitzer oft keine Mühen. Aber welche Methode wirkt - und wie und was bringt wirklich Abhilfe?

Vorbeugen hilft

Sind die Schnecken in grosser Anzahl vorhanden, empfiehlt sich die Absprache mit den Nachbarn, um gemeinsam gegen die Plagegeister vorzugehen. Welche Methode der Einzelne dabei anwendet, bleibt jedem selbst überlassen. Das Wichtige ist, dass zur selben Zeit gemeinsam und kontinuierlich gegen die Schnecken vorgegangen wird. Auf diese Weise wird ein grösserer Bereich als das eigene Grundstück schneckenfrei gehalten. Es macht nämlich keinen Sinn, den Plagegeistern alleine an den Leib zu rücken, denn durch umliegende Nachbarsgrundstücke wären Sie dennoch laufend mit reichlich Nachschub gesegnet.

Beginnen Sie mit der Bekämpfung bereits im Frühjahr

Da Köderfallen und Schneckenkorn besonders im Frühjahr gut wirken, sollten Sie mit der Bekämpfung möglichst früh beginnen. Da das Nahrungsangebot in dieser Jahreszeit noch relativ gering ist, fallen die Schnecken noch gierig auf jeden Köder herein. Aber auch der Spätherbst bietet eine Möglichkeit zur Bodenbearbeitung, denn dabei werden die Nistplätze zerstört und der einsetzende Frost tut sein Übriges. Auf diese Weise wird der Schneckenbestand für das nächste Jahr bereits reduziert.

Bevorzugen Sie schneckenresistente Samensorten

Bei Blumen- und Gemüsesamen sollten Sie auf schneckenresistente Samensorten zurückgreifen, auch wenn das keine Garantie dafür ist, dass die Schnecken die Pflanzen vollkommen ignorieren. Pflastern Sie Wege zwischen den Beeten mit Kies, Holzwolle oder ähnlichen rauen Materialien.
 
Mit Knoblauch, Pfefferminze, Thymian oder Senf können die Schnecken gar nichts anfangen, also sollte man diese Pflanzarten besonders um gefährdete Beete und Gewächse setzen. Achten Sie darauf, das Giessen möglichst am Morgen zu erledigen, dann ist abends – wenn die nachtaktiven Schnecken unterwegs sind – wieder alles abgetrocknet.

Methoden zur Schneckenbekämpfung

Die einfachste Methode ist sicherlich das tägliche Absammeln der Schnecken, wobei hier der frühe Morgen oder Abend die günstigsten Zeitpunkte sind. Das Absammeln alleine hilft leider noch nichts, die gesammelten Schleimer müssen auch abgetötet werden. Da dies am besten durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer passiert, ist diese Methode sicherlich nicht jedermanns Sache.
 
Der Schneckenzaun stellt eine weitere Methode dar. Dieser besteht meist aus Metall oder Kunststoff und hat am oberen Ende eine Kante oder einen Überstand der von den Schnecken nicht überwunden werden kann. Der Schneckenzaun ist besonders praktisch, wenn einzelne, besonders gefährdete Beete oder Gartenabschnitte geschützt werden sollen. Also eher etwas für den Nutzgarten, weniger für den Ziergarten.
 
Bei der Auslegung von Schneckenkorn ist Vorsicht geboten, da dies unter Umständen auch die Sicherheit von Haustieren gefährden könnte. Empfehlenswert ist Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, denn dieser Wirkstoff ist ungefährlich für andere Tiere, wirkt aber gegen alle Schneckenarten und ist regenfest.
 
Text: Sabine Trach