Faszinierende Welt: Meeresaquarium für zuhause

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Faszinierende Welt: Meeresaquarium für zuhause

Die faszinierende Unterwasserwelt der Meere zieht viele Menschen in ihren Bann. Einige von ihnen holen sich dieses unvergleichliche Schauspiel in ihr Wohnzimmer und richten sich ihre eigene kleine Meereswelt ein. Doch was gibt es beim Meeresaquarium zu beachten und wie sieht die tägliche Pflege aus?

Die ersten Fragen klären

Die Anschaffung und Pflege eines Meeresaquariums ist mit einigem Aufwand und Kosten verbunden. «Blutige Anfänger» sollten sich zunächst mit Fachliteratur beschäftigen und vom Experten beraten lassen. Hier lässt sich klären, welche Fische oder Tiere zusammen gehalten werden können, bzw. welche Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung erfüllt sein müssen. Grundsätzlich sollte man aber schon vor dem ersten Gang ins Fachgeschäft wissen, an welcher Stelle man das Aquarium überhaupt aufstellen möchte und wieviel Platz dafür zur Verfügung steht.

Wie gross soll oder darf ein Meeresaquarium sein?

Welche Grösse das Meeresaquarium letzten Endes haben wird, hängt in erster Linie von den Lebewesen ab, die in ihm leben sollen. Wer sich mit verschiedenen Korallenarten, kleinen Krebsen oder auch Garnelen zufriedengibt, kann sich für ein Nanomeeresaquarium entscheiden – hier genügen Volumen ab 21 Liter. Wer auch Fische und grössere Tiere aufnehmen möchte, benötigt entsprechend grosse Aquarien – ein Volumen von 250 Litern ist hier das Minimum. Schlägt das Herz jedoch für ein grosses Meeresaquarium, muss man allerdings bedenken, dass konventionelle Fussböden bzw. Zimmerdecken für die entstehende Last oftmals nicht ausgelegt sind. Konventionelle Aquarien, die bis zu 100 Liter Wasser fassen, stellen in der Regel kein Problem dar. Für die Anschaffung echter Meeresaquarien sollte jedoch zunächst ein Statiker befragt werden, welche baulichen Massnahmen gegebenenfalls ergriffen werden müssen.

Was gehört zur Grundausstattung?

Natürlich sind die Anschaffungen mit dem Aquarium allein nicht erledigt. Da Meeresaquarien ein sensibles kleines Ökosysthem sind benötigen sie einiges an Technik. So wird unter anderem eine geeignete Lichtquelle mit Zeitschaltuhr benötigt. Beleuchtungen für Süsswasseraquarien können nicht verwendet werden. Für das Meeresaquarium eignen sich beispielsweise so genannte HQI-Lampen. Auch an eine Filter- und Wasseraufbereitungsanlage muss gedacht werden. Das Wasser in Meeresaquarien kann rasch umschlagen, wodurch eine biologische Filteranlage unerlässlich ist. Gefüllt mit Korallenbruch, wandeln Bakterien Schadstoffe in harmlose Stoffe um. Wie im wirklichen Meer entsteht auch auf dem Meeresaquarium Schaum. Dieser sorgt für eine Anreicherung von Giftstoffen im Wasser, der die Bewohner des Aquariums töten kann. Ein Abschäumer gehört daher ebenfalls zur Grundausstattung. Schliesslich benötigen einige Meerestiere, beispielsweise Korallen, eine möglichst natürliche Strömung im Wasser, die durch spezielle Pumpen erreicht wird.

Wie sieht die Pflege des Meeresaquariums aus?

So herrlich ein Meeresaquarium ist, es verlangt auch einigen Einsatz. Die täglichen Aufgaben beschränken sich jedoch lediglich auf die Fütterung der Tiere und die eventuelle Korrektur des Wasserstandes. Einmal wöchentlich sollten Spurenelemente nachgegeben werden, die Scheiben des Beckens und der Abschäumer gereinigt sowie ein kleiner Teil des Wassers ausgetauscht werden. Mindestens einmal im Monat sollte zudem das Wasser auf korrekte chemische Werte, beispielsweise den richtigen pH-Wert, kontrolliert werden. Rund einmal jährlich sind grössere Eingriffe nötig, in etwa müssen Teile der Biofilteranlage getauscht und die Leuchtmittel erneuert werden.

Fazit

Die Anschaffung eines Meeresaquarium ist nicht ganz günstig und das Aquarium und die dazugehörige Technik braucht einigen Platz und ständige Pflege. Wer sich aber für die Anschaffung eines Meeresaquariums entschieden hat, kann sich immer wieder daran freuen, in die fremde Unterwasserwelt einzutauchen, um zu beobachten, entdecken und entspannen.
 
Text: Daniel D. Eppe



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