
Wichtig ist zunächst einmal die offensichtlichen, aber auch die weniger offensichtlichen Quellen von Gerüchen zu ermitteln. Denn erst wenn die Ursache des Geruchs zweifellos feststeht, kann man dagegen vorgehen. Mögliche Ursachen Schadstoffe in der Raumluft entstammen sehr vielen verschiedenen Quellen. Wenn die Wohnung müffelt und die Quellen des Geruchs nicht bekannt sind, könnten flüchtige Chemikalien aus Baustoffen oder Schadstoffemissionen aus gewissen Einrichtungsmaterialien die Ursache sein. Eine Raumluftmessung gibt in solchen Fällen Auskunft. Durch Kochen, Duschen und den Gebrauch von Produkten für Haushalt und Hobby sowie durch den Stoffwechsel der Hausbewohner entstehen Schadstoffe und Feuchtigkeit. Die stärkste Innenraumbelastung ist allerdings das Rauchen.
Wichtigste Regel: Lüften Sie mehrmals täglich während einigen Minuten bei voll geöffneten Fenstern, indem Sie Durchzug erzeugen. Die Frischluftzufuhr sorgt dafür, dass feuchte, schlecht riechende Luft aus dem Rauminneren entweichen kann. So beugen Sie auch Milben und Schimmelpilzen vor.
Wichtig ist, dass die gewählten Baumaterialien wenig Schadstoffe enthalten. Sie sollten aber auch Feuchtigkeit gut ausgleichen können. Das spricht für natürliche Baustoffe wie Holz, Gips, mineralische Putze und Naturfarben. Den Einsatz von synthetischen Putzen, Dämmstoffen, Farben und Versiegelungen sollte man möglichst vermeiden. Auch Einrichtungsgegenstände können Materialien enthalten, die Schadstoffe freigeben. Gütezeichen, die eine Prüfung der Emissionen an die Raumluft beinhalten, erleichtern die Auswahl schadstoffarmer Einrichtungsgegenstände. Beispiele solcher Labels sind «Blauer Engel», «GuT», «Oeko-Tex Standard 100/Standard 1000».