Tipps gegen trockene Luft in Wohnräumen
Draussen ist es kalt, drinnen möchte man es mollig warm haben. Leider wird durch das Heizen vielfach auch die Raumluft trocken, was zu rissiger Haut, Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen und verstopfter Nase am Morgen führt. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Raumluft optimieren.
Von Gabi Hophan
Im Winter sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zwischen 40 und 55 Prozent liegen. In Wohnungen, die normal belüftet und beheizt werden, sollte das kein Problem sein. Denn der Wasserdampf, der beim Duschen, Baden und Kochen entsteht und von Atemluft und Pflanzen abgegeben wird, sollte reichen. Leider ist das manchmal aber auch nicht der Fall. Bevor Sie sich nun allerdings einen Luftbefeuchter kaufen, sollten Sie überlegen, ob Sie alles richtig machen.
Mehrmaliges Stosslüften
Sorgen Sie für richtiges Lüften, indem Sie die Fenster während der Wintermonate mehrmals nur kurz, dafür aber weit öffnen (Stosslüftung). Durch längeres Lüften würde nämlich kontinuierlich Luftfeuchtigkeit an die Aussenluft abgegeben, was zu trockener Raumluft führt.
Dauerlüftung vermeiden
Vermeiden Sie zudem Dauerlüftung durch Kippfenster, offene Kaminanlagen, WC-Abluftanlagen mit Dauerbetrieb oder längeres Anschalten des Dampfabzugs in der Küche.
Überheizen Sie nicht
Vermeiden Sie das Überheizen der Räume. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühle. Wenn deshalb die Temperatur im Innenraum bei gleich bleibender absoluter Luftfeuchte steigt, sinkt die relative Feuchte und die Luft wird trocken. Schliessen Sie Türen zu weniger beheizten Räumen, damit keine warme, feuchte Luft in die kühleren Räume eindringen und sich an kalten Wänden und Fenstern niederschlagen kann.
Hilfsmittel für eine bessere Luftfeuchtigkeit
Mit folgenden Hilfsmitteln können Sie zusätzlich für optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sorgen:
Natürliche Befeuchter
Zimmerpflanzen tragen zur Luftfeuchtigkeit in Innenräumen bei und beeinflussen das Raumklima positiv, weil sie über ihre Blattmasse erhebliche Mengen Wasser an die Luft abgeben. Vor allem der Papyrus ist diesbezüglich ideal.
Wäsche trocknen
Trocknen Sie allenfalls einen Teil der Wäsche in den Wohnräumen. Das bringt viel Feuchtigkeit. Achten Sie darauf, dass diese Feuchtigkeit nicht über 60 Prozent ansteigt, sonst besteht die Gefahr von Schimmelbefall.
Verdunster verwenden
Prüfen Sie zudem, ob Sie die guten alten Verdunster verwenden könnten, die an Radiatoren gehängt werden und die aufsteigende warme Luft ohne Energieaufwand befeuchten. Wenn Sie alles richtig machen, der Hygrometer aber anzeigt, dass die Raumluftfeuchte trotzdem längere Zeit unter 40 Prozent sinkt, sollten Sie den Kauf eines Luftbefeuchters in Erwägung ziehen.
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