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Felix, Maunzi & Co. schärfen sich bei fehlendem Freigang mangels knorriger Baumstämme und hölzerner Zaunpflöcke ihre Krallen gar zu gerne an den Möbeln und Türen. Um dies zu verhindern, sollten ein paar künstliche Kratzgelegenheiten wie Kratzbäume aufgestellt werden. Wird die Einrichtung dennoch in Mitleidenschaft gezogen, empfiehlt es sich, doppelklebende, durchsichtige Klebestreifen an die von den Miezen ausgewählten Möbelstücke und Türen anzubringen. Die Samtpfoten mögen es nämlich gar nicht, wenn ihre zarten Zehen auf etwas Klebriges stossen – und vermeiden es in Zukunft, weiterhin ihre Krallen in das beklebte Teil zu schlagen.
Möchte man eine bestimmte Ecke oder ein besonderes Möbelstück generell von den Stubentigern verschont wissen, dann empfiehlt sich das Aufstellen einer auf Bewegung reagierende Spraydose (Katzenabweiser mit Bewegungsmelder), die ruckartig Luft ausstösst, sobald die Mieze sich nähert. Katzen mögen dieses Geräusch rein gar nicht – und vermeiden es in Hinkunft, diese Stelle zu passieren.
Möchte man seiner Katze Freilauf gewähren, dann sind Katzentüren die optimale Lösung. Gerade bei Katzen, die sehr oft zwischen Wohnung und das Freie wechseln, zahlt sich eine Katzentür unbedingt aus. Denn oft steht die Miezekatze gerade dann miauend an der Haustür, um hinaus- oder hereingelassen zu werden, wenn man sich gerade die Haare föhnt, etwas Spannendes im Fernsehen verfolgt oder sich eben erst zum Schlafen hingelegt hat. Katzentüren lassen sich in Türen, Fenster oder auch in eine Wand einbauen. Sie sind in verschiedenen Grössen und Farben erhältlich. Katzentüren gibt es in den verschiedensten technischen Ausführungen von einfachen Katzenklappen über Katzentüren mit magnetischen, mechanischen oder infrarotbetriebenen Riegelsystemen (mit Katzenhalsband) bis hin zu Klappen mit kodiertem Schlüssel (Chip), der gewährleistet, dass nur die hauseigene Katze über die Katzentür ins Haus kommt – und nicht auch noch der kleine Rolfi vom Nachbarn oder gar der Dachs vom benachbarten Wald.
Wurde einem nicht gerade das Talent zum Handwerk in die Wiege gelegt, ist es wohl am besten, einem begnadeten, im Idealfall befreundeten Handwerker den Einbau der Katzentüre zu überlassen. Vor allem beim Einbau einer Katzentüre in eine Glastür empfiehlt sich die Beauftragung eines Glasers, um unliebsame Überraschungen wie Schimmelbildung oder massiven Energieverlust zu vermeiden.
Vor dem Kauf der Katzentüre ist es vor allem wichtig, an der Samtpfote Mass zu nehmen (Schulterbreite/Bauchumfang!) um zu gewährleisten, dass der kleine Streuner auch wirklich gut durch passt. Achtung, wichtig ist es, die Masse der Katze mit den INNENMASSEN der Katzentüre abzugleichen, nicht etwa den Aussenmassen!! Ist die Katzentüre nun montiert, gilt es die Katze an diesen neuen Aus- und Eingang zu gewöhnen, indem man ihr bei den ersten paar Malen die Klappe aufhält, ihr durch die Türe hilft und sie nach erfolgtem Passieren mit einem Leckerli belohnt.
Möchte man seiner Katze zwar die frische Luft, das grüne Gras und die vorbeizwitschernden Vögel nicht verwehren, aber dennoch sichergehen, dass sie nicht vom nächstbesten Autofahrer überrollt wird, dann ist ein elektrischer Katzenzaun für den eigenen Vorgarten die optimale Lösung. Ein 110 cm hoher spezieller «Weidezaun» mit einem elektrischen Anschluss (Weidezaungerät) und richtiger Erdung gewährleistet, dass die Miezekatze nur ein erstes und einziges Mal versucht, den Zaun zu passieren.
Wem der Aufbau eines solchen Weidezauns entweder verboten wird oder wem diese Massnahme zu barbarisch erscheint, dem ist aber sicherlich mit einem unsichtbaren Katzenzaun geholfen. Die Verlegung dieses Zaunes (dünner Draht) geschieht unterirdisch. Eine Sendestation sendet ein Funksignal entlang dieses Drahtes zum wasserfesten Empfänger am Halsband der Katze. Mithilfe von Warntönen bzw. Warnimpulsen wird die Katze von der unsichtbaren Linie ferngehalten. Den ersten Test, ob´s funktioniert, sollte man allerdings mit der Katze an der Leine durchführen. Der Nachteil dieses unterirdischen Zaunes ist allerdings, dass er nicht auf fremde Katzen wirkt.
Katzen sind vielleicht nicht erziehbar, aber zumindest lenkbar. Nicht zu vergessen ist auch die Verschiedenheit der Katzen-Charaktere. Keine Katze ist wie die andere. Daher funktionieren Tipps und Tricks nicht immer gleich gut. Deshalb gilt: Probieren geht auch hier über studieren!
Text: Manou Rade
Diese Bedienungsanleitung für Katzen erklärt auf äusserst humorvolle und dennoch fachlich fundierte Weise, wie man mit den eigensinnigen Tieren harmonisch zusammen lebt. Die ausgefallenen, amüsanten Illustrationen machen das Katzenhandbuch leicht verständlich. Eine originelle Pflichtlektüre für alle Katzenliebhaber.