
Macht man schon einmal so eine weite Reise, so sollte man dabei nicht ins Blaue fliegen. Ein paar Vorbereitungen sind dringend notwendig. Will man das weite Land Australiens mit einem gemieteten Wagen entdecken oder das Land via Greyhound-Bus oder Zug erobern? Mithilfe eines guten Reiseführers und Reiseberichten aus dem Internet sollte man sich schon mal über die beliebtesten Sehenswürdigkeiten, Möglichkeiten der Übernachtung und Einreisemodalitäten informieren. Für Australien ist nämlich neben dem Reisepass auch ein Visum erforderlich. Ausserdem benötigt man einen Adapter für die dortigen Steckdosen. Auch ist gut zu wissen, dass Australien in verschiedene Klimazonen geteilt ist und somit zu den verschiedensten Monaten an den verschiedensten Orten ganz besondere Wetterverhältnisse herrschen.
Mit einem Mietwagen ist man in Australien am flexibelsten. Während das Flugnetz Australiens ziemlich dicht ist, ist es das Zugnetz – vor allem im Landesinneren – nicht unbedingt. Das Busnetz ist relativ gut ausgebaut, sodass man – wenn man mit Bus oder Zug reisen möchte, dies so gut planen kann, dass es auch bestimmt ohne Wagen möglich ist. Für den Mietwagen benötigt man – wie fast überall – eine Kreditkarte und neben dem nationalen Führerschein wird das Mitführen eines Internationalen Führerscheins empfohlen.
Für die allererste Australienreise empfiehlt es sich, z.B. am internationalen Flughafen in Sydney zu landen und dann die Reiseroute die Ostküste hinauf bis Cairns zu planen. Hierbei durchfährt man die Staaten Neusüdwales und Queensland, und kommt an wunderschönen Orten und Plätzen wie Byron Bay, Brisbane, Gold Coast, Hervey Bay (> Fähre nach Fraser Island) und dem Great Barrier Reef vorbei. Auf dieser Strecke kann man halten und Fahrradtouren und Kanufahrten oder Tauchkurse absolvieren. Bevor es losgeht, sollten Sie sich aber natürlich unbedingt das berühmte «Sydney Opera House» ansehen, das Australian Museum (ältestes Museum Australien von 1827) und die Art Gallery of New South Wales besuchen. Vom Endpunkt der Ostküsten-Route in Cairns im Norden von Queensland aus, der ebenfalls einen internationalen Flughafen besitzt, kann man dann wieder zurück nach Europa fliegen.
Der Ostküste von Brisbane weiter nach Norden folgend, kommt man dann nach etwa 300 km zur Stadt Hervey Bay, von deren Küste man Walbeobachtungen machen kann und von deren Hafen eine Fähre auf die Sandinsel «Fraser Island» fährt. Fraser Island ist die grösste Sandinsel der Welt, auf der nur Fahrzeuge mit Allradantrieb zugelassen sind. Diese kann man sich für die Fahrt auf der Insel kurzfristig – auf Wunsch auch mit Campingausrüstung – mieten. Nicht verpassen sollte man auf dieser Strecke auch das Great Barrier Reef – das grösste Korallenriff der Welt. Verschiedene Anbieter ermöglichen Bootsfahrten oder Flüge zur Besichtigung des beeindruckten Korallenriffes an. Natürlich gibt es Angebote für Tauch- oder Schnorcheltouren. Alles, was das Herz begehrt!
Zu beachten ist bei der Reiseplanung vor allem das Klima Australiens. Aufgrund der verschiedenen Klimazonen (subtropisch, tropisch, gemässigt) kann das Wetter recht unterschiedlich ausfallen. Da im Südosten (Sydney) bis zum nördlichen Osten Australiens teilweise die Winter (November bis März) sehr heiss sind, aber auch sehr viele (mehr als 10) Regentage und daher auch eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen und die Sommer mit Tagestemperaturen um 20 – 23ºC (in Sydney sogar noch weniger) relativ kühl sind, empfiehlt sich für die Ostküstentour der Herbst, also die Monate September, Oktober und November.
Text: Manou Rade