
Aus der Romantik stammt ein gut bekannter Begriff: Lasst Blumen sprechen! In dieser Zeit hat sich eine Art «Blumencode» entwickelt, mit dessen Hilfe sich die Herzenswünsche ganz konkret und auf eine wunderschöne Art und Weise übermitteln lassen. Zwar wurden auch vorher schon Blumen als Zeichen von Liebe und Anerkennung verschenkt, die wirkliche Blumensprache aber machte jede Blüte oder jeden Straus erst zur unmissverständlichen Nachricht an den Herzenspartner.
Natürlich spielt auch die Farbe eine entscheidende Rolle. Wer aus Liebe schenkt, wählt rote Rosen. Denn rot als Farbe der Liebe, zeigt dem Partner unmissverständlich, dass hier echte Gefühle im Spiel sind. Wer allerdings nicht gleich voller Hingabe seinen Herzenspartner erobern möchte, sondern eher zaghaft erste Versuche unternehmen möchte, kann durchaus eine «abgeschwächte» Variante verwenden: Rosen mit rosa Blüten. Diese drücken aus, dass der Liebende durchaus schüchtern ist und den oder die Angebetete mit seinen Gefühlen nicht überrumpeln möchte. Rosa Blüten sind daher auch eine gute Wahl, wenn man sich erst kürzlich kennen gelernt hat und Gefühle für den anderen gerade erst entstehen. Erst wenn die Zuneigung und die Leidenschaft weiter gediehen sind, sollte die Farbe zu Rot oder sogar Dunkelrot wechseln.
Möchte man seine Gefühle unmissverständlich übermitteln, dann ist auch entscheidend, wie viele rote Rosen dem oder der Angebeteten überreicht werden.
Eigentlich gibt es in Liebesdingen kaum eine schönere Sprache, als die der roten Rosen. Wenn auch über einen langen Zeitraum die «geheimen» Botschaften der Königin aller Blumen in Vergessenheit geraten sind, so wird sie heute von immer mehr Menschen wieder entdeckt. Umso wichtiger ist es natürlich, dass man die Symbole, die sich hinter der roten Rose, ihrer Farbgebung und der Anzahl der überreichten Blüten kennt.
Text: Daniel D. Eppe