
Viele Paare, die am Anfang einer Beziehung stehen und sich für den gemeinsamen Weg ein Grundgerüst erarbeiten wollen, um für spätere, vielleicht turbulentere Zeiten gerüstet zu sein nehmen eine solche Therapie in Anspruch. Aber auch Paare, die sich in oder nach einer Krise befinden und die möglicherweise daraus entstandenen Verletzungen aufarbeiten möchten, tun gut daran, sich professionell beraten zu lassen. Die letzte Gruppe zählt zu den Paaren, die die Möglichkeiten einer einvernehmlichen Trennung betrachten möchten.
Wie meinte schon Karl Farkas seinerzeit: «Bei der Heirat versprechen zwei Menschen einander, alle Sorgen miteinander zu teilen, die sie alleine nicht hätten». Das Unterfangen, eine Dauerbeziehung einzugehen ist sehr anspruchsvoll, diese aber zu gestalten, ist eine noch viel grössere Kunst. Grundsätzlich laufen Paarbeziehungen nach folgenden Mustern ab: nach einem angenehmen Beginn entstehen Herausforderungen und Probleme. Besonders schwierig wird es in einer Beziehung, wenn der Alltag einkehrt, das erste Kind zur Welt kommt, einer der Partner eine «midlife crisis» bekommt oder wenn eine oder beide Partner aus der Arbeitswelt ausscheiden.
Empfehlenswert ist eine Paartherapie dann, wenn die Partner über einen längeren Zeitraum in Beziehungskrisen gefangen sind, aus denen sie selbst nicht mehr herausfinden. Beziehungskrisen können sein: der Partner erscheint nicht mehr interessant, die Gefühle schwinden. Einer der Partner oder beide fühlen sich in der Beziehung «gefangen», einer der beiden weicht in Seitensprünge aus, gegenseitige Beschuldigungen nehmen zu, ein Partner wird depressiv oder Gewalt prägt die Beziehung.
Damit eine Beziehung nicht in eine aussichtlose Situation gerät, reicht oft schon eine Verbesserung der Kommunikation. Empfehlenswert ist, vor oder auch zwischen den Paarsitzungen folgende Kommunikationsregeln zu trainieren:
Text: Sabine Trach