
Eigentlich ist der Valentinstag, eine sehr alte Tradition, die sich auf den Bischof Valentin zurückführen lässt. Er soll im 3. Jahrhundert Liebende nach christlichem Ritual getraut haben, obwohl dies unter dem damaligen römischen Kaiser Claudius strengstens untersagt war. Diese Kühnheit bezahlte er mit seiner Hinrichtung am 14. Februar des Jahres 269 (n.Chr.). Mittlerweile hat sich der Valentinstag auf vielen Teilen der Erde zu einem besonderen Tag für Liebende entwickelt, an dem man sich auf möglichst persönliche Weise seine Gefühle eingesteht. Nur wie soll der Tag begangen werden und wie beschenkt man den Liebsten oder die Liebste am Besten?
Die Engländer und US-Amerikaner verschicken sich traditionell anonyme Liebesgedichte. In Japan verschenken vor allem die Frauen Schokolade an ihren Liebsten und auch, ganz wichtig, an ihre Chefs. (Was gut 20% des Jahresumsatz an Schokolade ausmacht) Bei den Finnen ist der Valentinstag mehr ein Freundschaftstag. Sie verschicken Karten oder kleine Geschenke einfach an die, die sie besonders gerne haben. Der italienische Valentinsbrauch an Brückengeländern Vorhängeschlösser mit den eingravierten Initialen anzubringen und den Schlüssel weg zu werfen wird weltweit immer beliebter. Auf diese Art wird symbolisiert, dass die Liebe auf ewig verbunden bleibt.
Die Schweizer beschenken sich mehrheitlich ganz traditionell mit Blumen (vor allem rote Rosen) und Schokolade.
Pralinen, Blumen oder auch Schmuck sind natürlich die Klassiker, die am Valentinstag verschenkt werden. Grundsätzlich lässt sich mit solchen Präsenten nicht viel falsch machen, die persönliche Note kommt allerdings etwas kurz. Romantisch werden solche Geschenke durch «Personalisierung». Warum lässt man Pralinen nicht einmal selbst und mit entsprechendem Namen des Partners fertigen? Ein Schmuckstück wird besonders persönlich, wenn Name und das Datum des Kennenlernens eingraviert werden.
Neben den Geschenken dürfte wohl der Partner wichtigster Teil dieses Tages sein. Wer also kann, sollte den Valentinstag zu zweit verbringen. Natürlich ohne jeden Stress - der Tag könnte also beispielsweise mit einem ausgiebigen Frühstück im Bett beginnen. Ein anschliessender Tag in einem Wellness- oder Thermalbad entspannt nicht nur die Sinne, sondern lässt auch Zeit für Zärtlichkeiten. Abgerundet wird der Tag durch ein romantisches Candle-Light-Dinner mit einem guten Glas Wein.
Wenn es die Zeit zulässt, dann wird sicher auch ein kleiner Spontanurlaub die Sinne und die Gefühle neu beleben. Solche Ausflüge müssen gar nicht teuer sein. Ein verlängertes Wochenende, beispielsweise in einem Wellnesshotel, ist garantiert eine besondere Überraschung für den nichts ahnenden Partner. Auf eine umfangreiche Freizeitgestaltung braucht man in diesem Fall gar keinen allzugrossen Wert legen, denn die Zeit gilt in erster Linie der Zweisamkeit!
Der Valentinstag sollte natürlich möglichst romantisch begangen werden. Die Gefahr, sich schlicht vom Konsumterror anstecken zu lassen, ist gross. Was zählt sind herzliche Geschenke – wobei das schönste Geschenk heutzutage sicher Zeit für den Partner ist, und dazu eine kleine Aufmerksamkeit!
Text: Daniel D. Eppe