
Dr. Fisher kreierte einen Fragebogen für ein Online Dating Webportal namens Chemistry.com, der u.a. den jeweiligen Persönlichkeitstyp und dessen Wesenszug herausfilterte. Zudem fand sie im Rahmen einer weiteren Studie einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Persönlichkeitstypen und den unterschiedlichen vorherrschenden Botenstoffen in deren Gehirnen. Dazu untersuchte sie Speichel- und Harnproben vereinzelter Versuchspersonen.
Fisher teilt die Menschen in vier Persönlichkeitstypen: Handwerker/Bauunternehmer, Forscher, Vermittler/Händler und Direktor.
Aus diesen Ergebnissen leitet Dr. Fisher auch die Nuancen romantischer Beziehungen zwischen Leuten verschiedener oder selber Persönlichkeitstypen ab. Manchmal verlieben wir uns in jemanden, der uns wahrscheinlich nie lieben wird, sagt Dr. Fisher gegenüber der Zeitschrift Elle. Aber oftmals liegt es nicht an uns, sondern einfach an dem Chemiehaushalt des anderen. Dr. Fisher interessierte, warum sich die meisten Menschen mit selbem sozio-ökonomischen Hintergrund, demselben Intelligenzlevel oder selbem Attraktivitätslevel auf eine Beziehung einlassen, aber warum man – wenn sich all diese Faktoren erfüllen und mit einem selbst übereinstimmen, sich dennoch nicht zwangsläufig in jemanden verlieben muss. Infolgedessen begann sie sich für die Chemie im Menschen und dessen Bezug zum Verhalten zu interessieren, deren Ergebnisse in ihrem Buch «Why Him? Why Her?» nachzulesen sind.
Kennt man laut Dr. Helen Fisher seinen Persönlichkeitstyp, so erkennt man auch seine Stärken und Schwächen besser und ist erfolgreicher in der Wahl des Partners und in einer Beziehung. Diese Untersuchungen erklären jedoch zwar, warum manche Menschen besser zusammen passen als andere, die Partnerwahl selbst geschieht dann in der Realität ja doch meist mehr oder weniger unwillkürlich.
Text: Manou Rade
Quelle: «Brain info linked to love that lasts»