
Um die ungefähren Kosten der Hochzeitsfeier errechnen und die ideale Örtlichkeit für die Feierlichkeiten aussuchen zu können, ist das Wissen um die etwaige Anzahl der Gäste unerlässlich. Während man sich beim engsten Familienkreis meistens auf die Eltern des Brautpaares, die Grosseltern und die Geschwister beschränkt, sind bei einer Ausweitung der Gästeliste durchaus ein wenig Überlegungen und ein Quäntchen Umsicht gefragt. Schliesslich möchte man ja auch niemanden durch eine Nicht-Einladung beleidigen...
Bei der Einladung zur Hochzeit sollte man sich zuerst überlegen, bis zu welchem Verwandtschaftsgrad man einlädt. Soll auch der Grossonkel, den man nur alle paar Jahre zu Gesicht bekommt, eingeladen werden, oder hört es sich bei den jeweiligen Onkeln und Tanten auf? Werden die Cousins und Cousinen auch eingeladen? Samt Anhang (Ehepartner, Kinder) kann die Gästeliste dann ziemlich umfangreich werden. Will man das? Lädt man jedoch den einen Cousin mütterlicherseits ein, aber den anderen väterlicherseits nicht, könnte das bei nachtragenden Individuen böses Blut geben. Vorsicht ist also angesagt! Entweder alle oder keinen ist da wohl besser...
Oft fühlt man sich mit der besten Freundin oder dem besten Freund so stark verbunden, dass man sie bzw. ihn zur Hochzeit natürlich nicht missen möchte. Anders verhält es sich mit Arbeitskollegen. Lädt man die gesamte Abteilung ein oder nur den Zimmerkollegen, mit dem man sich am besten versteht? Oder hält man die Arbeitswelt überhaupt von der Hochzeit ausgeschlossen? Auch hier ist Feingefühl angesagt, damit sich keiner vor den Kopf gestossen fühlt. Auf keinen Fall sollte der Ex-Mann oder Ex-Freund der Braut sowie die Ex-Frau oder Ex-Freundin des Bräutigams auf eine Hochzeit eingeladen werden. So etwas gibt EINEM Teil des Brautpaares immer ein ungutes Gefühl – gutes Verhältnis zueinander hin oder her.
Will man einen idealen Überblick über seine Gäste haben, so empfiehlt es sich, eine Gästeliste – am besten am Computer – zu erstellen. Hier kann man u.a. in einer Rückmeldespalte die Zu- und Absagen eintragen und Anmerkungen wie «Vegatarier» oder «Kommt mit Baby», etc. notieren. Die Einladung sollte bereits einige Monate vor der Hochzeit stattfinden, damit die Gäste sich auf die Hochzeit vorbereiten können und keinen Stress mit der Besorgung der Geschenke, dem Erstehen festlicher Kleidung und eventueller Verschiebung von Urlaubsplänen bekommen.
Text: Manou Rade